ehemalige Klosterkirche Zscheiplitz

Zscheiplitz
© C. Beyer

Freyburg (Unstrut), Ortsteil Zscheiplitz, Auf dem Gut 1-9

Gutshof: um 1041/42 nach der Nutzungsaufgabe Gosecks als Burg zum neuen Sitz der Pfalzgrafen von Sachsen erwählt; ehemalige Burganlage über dem nordöstlichen Unstrutsteilhang in freier, weithin sichtbarer Lage quasi als Pendant zur Neuenburg; um 1098/1110 Stiftung einer Kirche durch Adelheid, Frau Ludwigs des Springers; danach Benediktinerinnenkloster bis zur Reformation; anschließend landwirtschaftliche Nutzung als Rittergut; von der Burg bis auf zwei Gräben keine oberirdischen Spuren sichtbar; der heutige große, zum Teil mauerumschlossene Komplex mit Bauwerken des 12. bis 19. Jh. , herausragend die überwiegend romanische Kirche mit querhausartigem Anbau in sorgfältigem Quaderverband; das Innere schlicht, flachgedeckt, Ausstattung des späten 19. Jh.; der typengeschichtlich interessante Nonnenchor 1555 bis auf das Erdgeschoss beseitigt und neu überbaut; an der Nordseite Reste der Klausur mit romanischem Keller und gotischem Portal, barock überformt und im 19. Jh. stark verändert; die umgebenden Wirtschafts- und Wohngebäude z.T. 16. Jh. mit wichtigen baulichen Details, wie Sitznischenportal an Nr. 8, Laubengang an Nr. 5 etc.; hervorragende Umgestaltung im 19. Jh. , davon vor allem der aus dem Umbau eines mittelalterlichen Turmes hervorgegangene Wasserturm; regional wichtiges Baudenkmal mit einer bemerkenswerten Architekturvielfalt in einzigartiger landschaftlicher Lage.

Quelle: LDA - Dr. Köhler

Zurück