6. Dem Himmel entgegen

Vorbei am Stadtpark zum Blütengrund, wechseln Sie mit der Fähre (1,- €) auf die andere Saaleseite. Am Steinernen Bilderbuch steigen sie hinauf zum Schloss Goseck. Neben der renovierten Kirche erhalten Sie exklusiven Einblick in die neue Ausstellung zur mittelalterlichen Geschichte des Klosters. Am Dechantenweinberg vorbei nach Eulau und Schellsitz, setzen Sie mit der Fähre zum Felsenkeller über.

Niveau:♥ ♥ ♥, etliche Auf- und Abstiege, teils unbefestigt
Länge ca. 22 km Dauer ca. 6,5-7 h Start: 9.00 Uhr, Domplatz


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Schlosskirche Goseck - Die Ausstellung

In der aufwändig sanierten Kirche wird derzeit in mehreren Abschnitten eine Ausstellung eingerichtet. Diese betrachtet das hoch bedeutende Bauwerk selbst als Hauptexponat und stellt es in den verschiedenen Epochen seiner Geschichte unter verschiedenen Aspekten vor.

Der erste Teil, der sich vor allem der kunsthistorischen Betrachtung der Schlosskirche sowie der hochmittelalterlichen Bau- und Nutzungsgeschichte der Benediktinerabtei Goseck widmet, steht pünktlich zu Saisonbeginn 2015 den Besuchern zur Verfügung.

Auf die Einbringung von großflächigen Informationsträgern, die die historische Raumwirkung über Gebühr beeinträchtigen, wurde verzichtet. Die Inhalte werden darum in einem 52seitigen "Rundgangsheft" unter dem Titel "DIE AUSSTELLUNG. Ihr Rundgang" vermittelt. Den Hauptteil bilden dabei die Erläuterungen der einzelnen Wandabläufe als separate "Exponatträger". Ergänzt werden die Ausführungen durch kurze Beiträge zur Einordnung Gosecks in die Region, zu Goseck im geschichtlichen Überblick, zu Goseck im Mittelalter, in der Frühen Neuzeit und der Neuzeit, zu Adalbert von Bremen, den Pfalzgrafen von Sachsen etc.

Im Untergeschoss des Südlichen Querhauses erfolgt die Präsentation einer 3-D-Rekonstruktion der hochmittelalterlichen Bauphasen. Darüber hinaus geben drei Hörstationen Einblick in die Liturgie der Benediktiner, die Überlieferung zum "Pfalzgrafenmord" und ausgehend von der Grabplatte des Eoban Susembet zur spätmittelalterlichen Kantorei. Die bedeutende "Gosecker Chronik" aus dem mittleren 12. Jahrhundert wird an einer interaktiven Medienstation vorgestellt und in ausgewählten Passagen in neuhochdeutscher Übertragung den Besuchern näher gebracht.

Den Höhepunkt des Rundgangs stellt die Besichtigung der einzigartigen salischen Krypta aus dem mittleren 11. Jahrhundert dar. Sie ist ein beeindruckendes Zeugnis hochmittelalterlicher Baukunst von nahezu atemberaubender Authentizität dar.

Die neue Ausstellung in Goseck ist ein wesentlicher Beitrag der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt im Rahmen der Welterbebewerbung der Saale-Unstrut-Region.

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