Neue Perspektiven für Förderverein Welterbe

v. l. sitzend: Bernd Bahn, Holger Kunde, Annette Schneider-Reinhardt, Reinhard Schmitt, Roland Thrän, Thomas Gunzelmann.
v.l. stehend: Petra Wiegel, Andrea Meyer, Felix Meister, Karl Büchsenschütz.

Beirat und Arbeitsgruppe empfehlen Erweiterung des Vorstands

NAUMBURG. Der wissenschaftliche Beirat und die Arbeitsgruppe des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut tagten in der Akademie Haus Sonneck. Beraten wurde zu den künftigen Aufgaben und den Perspektiven des Fördervereins Welterbe. Dabei kam man zu dem Schluss, dass der Förderverein auch künftig "in besonderer Weise an Schutz, Erhaltung, Vermittlung und weiterer wissenschaftlicher Erforschung der Kulturlandschaft mitarbeitet." Er soll die Bürgerbeteiligungsprozesse für Planungsvorhaben begleiten. Zudem stellte man fest, dass der Förderverein auch weiterhin Bildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit für die Kulturlandschaft leistet und Publikationen herausgibt. Er sei zudem Ansprechpartner für zivilgesellschaftliche Initiativen.

Festgestellt wurde, dass es dem Verein in den zurückliegenden elf Jahren "in herausragender Weise" gelungen sei, eine hohe Identifikationswirkung in der Bevölkerung für die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut zu erreichen. Dieser Zugang zum kulturellen Erbe der Region solle weiter gestärkt werden. Mit der Eintragung des Naumburger Doms in das Erbe der Welt seien diese auf Dauer angelegten Bemühungen gewürdigt worden.

Schulpforte bewirbt sich gegenwärtig als Teil eines europäischen Verbundes von Zisterzienserklöstern um das Europäische Kulturerbesiegel. Hier tun sich neue Aufgabenfelder für den Förderverein auf, schätzen wissenschaftlicher Beirat und Arbeitsgruppe ein. Deshalb wurde vereinbart, dass der Verein die Bewerbung der Klosterlandschaft rings um Schulpforte für das Europäische Kulturerbesiegel befördert und er soll künftig für die hiesige Klosterlandschaft die regionale und europäische Vernetzung der Zisterzienserklöster steuern. Angestrebt werden müsse zudem eine noch engere Vernetzung mit dem Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland.

Der Vorstand des Fördervereins solle deshalb um den Geo-Naturpark und um die Stiftung Schulpforta verstärkt werden. Einigkeit herrschte darüber, dass der wissenschaftliche Beirat dem Vorstand auf Dauer beratend zur Verfügung stehen wird.

Helga Heilig

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