Überregionales Interesse am Dom steigt

Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut)

Welterbeverein: Viele Aufgaben zur Förderung der Kulturlandschaft

NAUMBURG. Der Förderverein Welterbe e.V. hat im November während seiner Jahresversammlung im Festsaal von Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut) die Weichen für die künftige Vereinsarbeit gestellt. Der Verein macht es sich weiter zur Aufgabe, Wissen über Welterbe und dessen Erhalt zu vermitteln, stellte der Vorsitzende Bernward Küper fest. Zudem soll der Förderverein an Schutz, Erhaltung, Vermittlung und weiterer wissenschaftlicher Erforschung der Kulturlandschaft an den Flüssen Saale und Unstrut mitarbeiten. Er wird künftig Bürgerbeteiligungsprozesse für Planungsvorhaben mit Auswirkungen auf die Kulturlandschaft begleiten. Zudem wird der Förderverein weiterhin Öffentlichkeitsarbeit für die Kulturlandschaft betreiben und er gibt Publikationen heraus. Organisiert werden auch kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, in denen die Kulturlandschaft und ihre Denkmale entsprechend präsentiert werden.

In diesem Zusammenhang führte die Mitarbeiterin des Burgenlandkreises Petra Wiegel an, dass der nunmehr siebente Welterbe-Wandertag am 19. April 2020 mit Start und Ziel in Bad Kösen durchgeführt werde. Dazu läuft derzeit die Feinplanung. Zudem wurde in der Mitgliederversammlung festgelegt, dass der Verein die Bewerbung der Stiftung Schulpforta für das Europäische Kulturerbesiegel unterstützt und er wird künftig für die hiesige Klosterlandschaft die regionale und europäische Vernetzung steuern. Ein weiteres Arbeitsfeld wird die noch engere Vernetzung mit dem Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland sein.

Die zukünftige Konzentration der Arbeit des Vereins auf die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut muss sich auch in der Zusammensetzung des Vorstandes widerspiegeln. Dazu wurde die Satzung entsprechend geändert. Das Prinzip des wechselnden Vereinsvorsitzes zwischen den geborenen Mitgliedern wurde aufgehoben. Der Vorsitzende des Vorstandes soll vom Vorstand gewählt werden. Dem Vorstand sollen mindestens drei weitere Mitglieder angehören.

Stiftsdirektor Dr. Holger Kunde informierte die Mitglieder, dass die Besucherzahlen im Naumburger Dom seit dessen Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe um bis zu einem Viertel angestiegen sind. Besonders mehr internationaler Zuspruch, insbesondere von zahlreichen asiatischen Gästen sei zu verzeichnen. Auch die Übernachtungszahlen von Touristen haben sich erhöht. Dr. Kunde stellte außerdem fest, dass ein erhöhtes Wahrnehmen des Doms in den überregionalen Medien zu verzeichnen sei. Das Land Sachsen-Anhalt sei dabei, für alle UNESCO-Welterbestätten ein Marketingkonzept zu entwickeln.


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