Vorstand neu aufgestellt

Neuer Vorstand Welterbeverein

Dr. Karin Reglich nun Vereinsvorsitzende

NAUMBURG. Der Vorstand des Fördervereins Welterbe ist neu gewählt. Neben den "geborenen Vorstandsmitgliedern" (Mitglieder, die durch ihre Funktion automatisch dem Gremium angehören, d. Red.) - Landrat, Naumburger Oberbürgermeister und Dechantin der Vereinigten Domstifter - stellten sich weitere fünf Kandidaten in der jüngsten Mitgliederversammlung zur Wahl.
Damit gehören Dr. Holger Kunde, Stiftsdirektor der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz, Dr. Christian Philipsen, Generaldirektor der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Dr. Karin Reglich, Tierärztin, Dr. Mike Eberle, Geschäftsführer Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH und Thorsten Tonndorf, Geschäftsführer Mitteldeutsche Hartstein- Kies- und Mischwerke GmbH nun zum Vorstand. Dieser wählte Dr. Karin Reglich zur Vereinsvorsitzenden.
In seinem Bericht ging der bisherige Vorstandsvorsitzende, Oberbürgermeister Bernward Küper, auf die Aktivitäten des Fördervereins Welterbe in den vergangenen Monaten ein. Die Mitglieder bestätigten den Jahresabschluss 2019 und den Haushalt 2020. Über den Haushalt 2021 wurde informiert. Stiftdirektor Kunde gab einen Einblick zum augenblicklichen Stand des Projektes Welterbe-Informationszentrum. Sandra Rosendahl, seit Oktober als Kulturlandschaftsmanagerin beim Förderverein beschäftig, stellte sich vor. Sie gab einen Ausblick auf die Ziele ihrer Arbeit. Insbesondere erläuterte sie den aktuellen Arbeitstand des transnationalen EU-Projektes "Europäisches Kulturerbesiegel" für das Kloster Pforte.
Der Förderverein Welterbe hatte im November 2019 während seiner Jahresversammlung die Weichen für die Vereinsarbeit neu gestellt. Der Verein macht es sich weiter zur Aufgabe, Wissen über Welterbe und dessen Erhalt zu vermitteln. Zudem soll der Förderverein an Schutz, Erhaltung, Vermittlung und weiterer wissenschaftlicher Erforschung der Kulturlandschaft an den Flüssen Saale und Unstrut mitarbeiten. Er wird Bürgerbeteiligungsprozesse für Planungsvorhaben mit Auswirkungen auf die Kulturlandschaft begleiten. Zudem wird der Förderverein weiterhin Öffentlichkeitsarbeit für die Kulturlandschaft betreiben und gibt Publikationen heraus. Organisiert werden kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, in denen die Kulturlandschaft und ihre Denkmale entsprechend präsentiert werden.
Die künftige Konzentrierung der Arbeit des Vereins auf die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut muss sich nun auch in der Zusammensetzung des Vorstandes widerspiegeln. Die Satzung wurde entsprechend geändert. Das Prinzip des wechselnden Vereinsvorsitzes zwischen den "geborenen Mitgliedern" wurde aufgehoben. Dem Vorstand sollen mindestens drei weitere Mitglieder angehören.

Hintergrund
Der Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, den Welterbeantrag für die Kulturlandschaft auf den Weg zu bringen. Nach der Anerkennung des Naumburger Doms als Weltkulturerbe im Jahr 2018 haben die Mitglieder beschlossen, dass der Förderverein fortbestehen soll, um die Kulturlandschaft an Saale und Unstrut weiter zu erforschen und bekannter zu machen.


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