Welterbeantrag ohne Wenn und Aber angenommen

NAUMBURG.Für große Freude und Erleichterung bei Vorstand und Geschäftsführung des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut sorgt ein Brief von Kishore Rao, Direktor des UNESCO-Welterbezentrums Paris. Gerichtet ist dieses Schreiben an den Ständigen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der UNSECO in Paris, Michael Worbs. Darin teilt Rao folgendes mit: "Die Bewerbung ´Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut, erfüllt alle technischen Anforderungen, die in den Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Vollständigkeit zur Bewerbung für die Weltkulturerbe-Liste beschreiben sind". Das heißt im Klartext: Der kürzlich vom Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut bei der UNESCO eingereichte Antrag auf Anerkennung ist ohne Wenn und Aber durch das UNESCO-Welterbezentrum angenommen worden. "Das ist durchaus nicht selbstverständlich. Es ist eine Anerkennung für die Arbeit aller, die an der Ausarbeitung des Weltwerbeantrags mitgewirkt haben", kommentiert diese Nachricht der Geschäftsführer des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut, Roland Thrän. Mit oben zitiertem Schreiben ist nun die Evaluierungsphase (Prüfungsphase) eingeleitet. Weil es sich bei dem Antrag um eine Kulturlandschaft handele, seien Kopien der Bewerbung an ICOMOS (Internationale Rat für Denkmalpflege) und an die Weltnaturschutzunion (IUCN, International Union for Conservation of Nature) zur Bewertung übergeben worden, so der Direktor des UNESCO-Welterbezentrums. Im Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut rechnet man damit, dass durch die UNESCO beauftragte Wissenschaftler der ICOMOS und IUCN im Herbst dieses Jahres in der Region unterwegs sein werden, um das Antragsgebiet persönlich in Augenschein zu nehmen.

pruefung
Foto: Geschäftsführer Roland Thrän bei der Prüfung des Antrags vor der Drucklegung.

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