Noch vor Weihnachten wird der Antrag endgültig auf den Weg nach Paris gesandt

SCHULPFORTE - Noch vor Weihnachten soll der Antrag auf Aufnahme der Region an Saale und Unstrut in die UNESCO-Welterbeliste auf den Weg gehen. Darüber informierte Roland Thrän, Geschäftsführer des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut, in der jüngsten Mitgliederversammlung. Sie fand im kleinen Festsaal der Landesschule Pforta statt.
5.Mitgliederversammlung







Der 2.000 Seiten umfassende Antrag liegt derzeit zur formellen Vorprüfung in Paris vor. Er werde in wenigen Tagen zurückerwartet, so Thrän. Seitens des Auswärtigen Amtes sei ihm versichert worden, dass es höchstwahrscheinlich kaum Veränderungswünsche geben wird. Deshalb rechne er damit, dass der Welterbe-Antrag in Kürze als Buch gedruckt werden, und danach endgültig auf die Reise nach Paris gesandt werden kann. Dann wird es rund anderthalb Jahre dauern, bis die UNESCO-Welterbe Kommission in ihrer Sitzung in Berlin die Entscheidung trifft, ob "Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut" würdig sind, zum UNESCO-Welterbe zu zählen.

Bis dahin heißt es jedoch keinesfalls nur Daumen drücken für eine positive Entscheidung - im Gegenteil. Mehr noch als bisher kommt es nun darauf an, alle Menschen in der Region für das anspruchsvolle Ziel zu begeistern, sie von der Sinnhaftigkeit und den Vorteilen dieser Unternehmung zu überzeugen. Darauf wies der Vorsitzende des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut, Bernward Küper, in seinem Rechenschaftsbericht besonders hin. Er gab bekannt, dass derzeit eine Ausstellung mit dem Titel "Welterbe? Welterbe!" in Arbeit ist. Sie soll im Sommer 2014 im Naumburger Schlösschen eröffnet werden. Weiterhin würdigte Küper die Bemühungen, das "gewaltige Werk (Welterbe-Antrag, d. Red.) zusammenzubekommen" und lobte die bisher geleistete Arbeit der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit unter Leitung von Karl Büchsenschütz.

Karl Büchsenschütz wies in seinem Ausblick für das kommende Jahr darauf hin, dass ein Imagefilm im Auftrag gegeben wurde, der im Rahmen der neuen Welterbe-Ausstellung Premiere haben wird. Er versprach, dass das Projekt "viel erwarten lässt". In der Planung ist unter anderem ein Welterbe-Sternmarsch, der am 5. April 2014 von verschiedenen Punkten aus starten und auf dem Marktplatz in Freyburg enden soll. Außerdem sei ein Flyer in Arbeit, der in sechs, eventuell auch acht Sprachen, darunter auch chinesisch und arabisch, erscheinen wird, so Büchsenschütz.

Martin Bertling, Vorsitzender des Freyburger Heimatvereins, informierte, dass sein Verein in Kürze Flugblätter in alle Haushalte in Freyburg und den umliegenden Ortschaften verteilen werde. In diesen Flugblättern werde über den Antrag und dessen Inhalt aufgeklärt.

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