Nonnenempore wird Infozentrum

ZSCHEIPLITZ/NAUMBURG-Bereits seit drei Jahren werden mit finanziellen Zuschüssen durch das EU-Förderprogram Leader die Vorhaben des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut konkret unterstützt. Darauf weist Leader-Managerin Steffi Einecke hin. In Kürze in Angriff genommen wird das inzwischen vierte Welterbe-Projekt. Dabei handelte es sich um die Vorbereitungen zur Einrichtung eines Welterbe-Info-Zentrums in der ehemaligen Nonnen-Empore, die sich direkt an die Klosterkirche in Zscheiplitz anschließt. Die Nonnen-Empore ist eine separate Räumlichkeit, die es den Klosterfrauen ermöglichte, ihre Kirchenbesuche getrennt von den weltlichen Gläubigen wahrzunehmen. Die Sanierung des historischen zweistöckigen Gebäudes konnte schon mit Mitteln aus dem EU-Förderprogramm Leader realisiert werden. Nun sollen die Vorbereitungen dafür getroffen werden, das Umfeld der Nonnen-Empore entsprechend zu herzurichten und den direkten Zugang zu ermöglichen, erläutert die Leader-Managerin. Neue Wege müssen angelegt werden, um die Erreichbarkeit - auch für Rollstuhlfahrer - zu gewährleisten. Stützmauern sollen verändert und gesichert werden. Insgesamt wurden für diese Maßnahme 5. 800 Euro Förderung zugesagt. Antragsteller ist das Evangelische Pfarramt Freyburg.

Auf großen Zuspruch sind bislang die, ebenfalls durch Leader-Mittel finanzierten Welterbebälle gestoßen. Sie wurden bereits an Kinder zum Tag des Ländlichen Raumes in Hohenmölsen und zum Winzerfest in Freyburg verteilt. Während des Kindertags auf dem Naumburger Marienplatz am Freitag, 20. September, zwischen 10 Uhr und 17 Uhr werden wiederum 40 der begehrten Sport- und Spielbälle mit dem Logo des Fördervereins Welterbe an Saale und Unstrut im Rahmen eines Wissensquiz verlost.

HINTERGRUND: LEADER (Abkürzung für Liaisons Entre les Actions de Developpement de l' Economie Rurale) ist eine Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Kommission für einen neuen Ansatz zur Entwicklung ländlicher Räume. Die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ sieht vor, andere Förderprogramme zu ergänzen und integrierte Ansätze zu fördern, die von aktiven, auf lokaler Ebene tätigen Partnerschaften erarbeitet und umgesetzt werden. Die Initiative soll dabei die lokalen Akteure unterstützen und das Potenzial ihres Gebietes in einer längerfristigen Perspektive herausarbeiten.

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