Tafelkreuz ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Zisterzienserkunst

Nach der Fertigstellung und Wiedereinsetzung des Grisaille-Fensters soll nun noch eine weitere Kostbarkeit umfassend restauriert werden - das mittelalterliche Tafelkreuz der Kirche Sankt Marien zu Pforte. Dieses große beidseitig bemalte Holztafelkreuz wurde in der Zeit um 1240 bis 1250 angefertigt. Es ist ein herausragendes Beispiel mittelalterlicher Zisterzienserkunst. Das Tafelkreuz gehört zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche. Es hat sich als eines der wenigen Kunstwerke aus der Entstehungszeit des Gotteshauses erhalten. Das Kreuz gehört zu den wenigen erhaltenen Beispiele mittelalterlicher Tafelmalerei. Es ist nur noch vergleichbar mit den Kreuzen in Polling bei München und im Kloster Loccum in Niedersachsen.

Das monumentale Werk in Schulpforte ist 4,75 Meter hoch und 3,12 Meter breit. Es wurde aus Eichenholz gefertigt und mit Leinen überzogen. Die Malerei selbst wurde über einem Steingrund mit Kreideüberzug aufgebracht. Von der ehemals auf beiden Seiten zu sehenden Bemalung ist die nach Westen gerichtete Ansicht in fragmentarischem Zustand überkommen. Auf der anderen Seite des Kreuzes hat sich bis auf kleine Reste kaum etwas erhalten. Die jahrelange ungeschützte Aufhängung in der ehemals stark vernachlässigten und demzufolge beschädigten Kirche und damit auch die Verschmutzung durch Taubenkot haben dem Werk sehr stark zugesetzt.

Die Landesschule Pforta und die Stiftung Schulpforta haben es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Holztafelkreuz der Nachwelt zu erhalten. Dazu sind umfangreiche Konservierungsarbeiten nötig, die in Kürze beginnen.

Jeder kann durch eine Spende mithelfen bei der Bewahrung des Triumphkreuzes in Schulpforte.

Bankverbindung: Sparkasse Burgenlandkreis, Kontonummer: 320 024 590, Bankleitzahl BLZ: 800 530 00, Verwendungszweck: Triumphkreuz

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