Schloss Goseck ist einen Besuch wert

GOSECK -Schloss Goseck ist ein zentraler Ort an der Straße der Romanik und Teil des UNESCO-Welterbeantrags. Das "castrum antiquissimum" war um 1000 Stammburg der Pfalzgrafen von Sachsen. 1041 wurde es in ein Benediktinerkloster umgewidmet und der monumentale Kirchenneubau 1053 von Erzbischof Adalbert von Bremen geweiht. Bis 1945 war Goseck Sitz der Grafen von Zech-Burkersroda.
goseck
1997 übernahm die Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt die Schlossanlage und veranlasste die Wiederaufnahme der Sanierungsarbeiten an der akut gefährdeten Bausubstanz.

Die raumweise, deutlich ablesbaren bauhistorischen Befunde und Ausstattungen von der Frühromanik über die Fassungen und Umbauten aus der Renaissancezeit und des Barock bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stellen ein Alleinstellungsmerkmal der Gosecker Schlosskirche dar. Die Vierung und das Sanktuarium wurden entsprechend der Umbauphase der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der erhaltenen Bauteile älterer Fassungen der Schlosskirchenzeit vollständig restauriert wieder erlebbar gemacht. Schwerpunkt in den übrigen Räumen war die Bestandssicherung, bei der vorhandenemittelalterliche Putze und Wandfassungen erhalten wurden. Alle Ergänzungen und Reparaturen auf Wand- und Deckenflächen sowie derhölzernenEmporenerfolgten in traditioneller, handwerklicher Technik.
goseck_1
Besonders sehenswert ist die im 11. Jahrhundert geweihte Krypta. Sie gilt als eines der frühesten Zeugnisse salischer Baukunst. Nur ein Pfeiler trägt die Last des mächtigen romanischen Gewölbes. Außerdem wird explizit hingewiesen auf die Rekonstruktion der Renaissancedecke im nördlichen Querhausarm und die Sicherung der barocken Epitaphien und Inschriften im Sanktuarium und in der Pöllnitzgruft.
krypta
Betreten können die Besucher zuerst die Vierung und das Altarhaus, dann die Querhausarme. Die architekturgeschichtlich hochbedeutsame, im Jahr 1046 geweihte, Krypta bleibt ohne Einbindung weiterer Sachthemen allein der Erläuterung der Befunde und der Ausmalungsreste vorbehalten. Die Pöllnitz-Gruft oder die Turmkapelle sind dem Besucher nur im Rahmen von Führungen zugänglich.

Geöffnetist die Schlosskirche mit Krypta von Oktober bis März dienstags bis sonntags von 11 Uhrbis 16 Uhr, von April bis September dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr.

Zurück