Landtagspräsident unterstützt Welterbe-Bewerbung

MAGDEBURG/NAUMBURG. (21. Mai 2015) Der Landtagspräsident von Sachsen-Anhalt, Detlef Gürth, unterstützt die Naumburger Weltkulturerbe-Bewerbung und ist von deren Konzept sowie der großen Begeisterung in der gesamten Region beeindruckt. "Man wird sich die Einschätzung von ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalschutz) ansehen und mit großer Sicherheit schlüssig beantworten können. Für den Weltkulturerbe-Titel sind hohe Anforderungen gestellt. Das war allen klar. Dennoch bestehen weiterhin große Chancen, den Titel verliehen zu bekommen", sagt Gürth.

Meisterwerke menschlicher Schöpferkraft, die Verknüpfung von weltlicher und geistlicher Macht mit Infrastruktur, Handel, Kultur, Kunst und Landschaftsprägung sind hier nicht nur sichtbar vorhanden, sondern auch in einem Konzept zu neuer Bedeutung gelangt. Der Antrag lenkt das Interesse auf eine wichtige Epoche unserer Zivilisation, mit so zahlreichen herausragenden Zeugnissen, die bisher noch nie in Gänze betrachtet wurden und zugleich eine Modelllandschaft des europäischen Hochmittelalters bilden.

Am 24. Juni 2015 wird Gürth mit den Präsidenten des Thüringer Landtages, Christian Carius, sowie dem Präsident des Sächsischen Landtages, Dr. Matthias Rößler, Naumburg besuchen, um für das Vorhaben "Weltkulturerbe" zu werben. Spätestens nach dem Verzicht der Stadt Dresden auf den Weltkulturerbe-Titel zugunsten der "Waldschlösschenbrücke" sollte aber auch die Akzeptanz der aus einem solchen Prädikat hervorgehenden Verpflichtungen und somit die Identifikationder Menschen in der Region mit ihrem Welterbe Gewicht bekommen. "Vielleicht ist ja das Treffen und die Unterstützung des Naumburger Antragesdurch die Präsidenten der drei mitteldeutschen Landtage noch nicht im Sinne der UNESCO-Kriterien universell und einzigartig. Ein außergewöhnlich starkes Zeichen ist es schon", so Detlef Gürth.

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