Welterbekomitee tagt 2015 in Bonn

Die 39. Sitzung des Welterbekomitees findet vom 28. Juni bis 8. Juli 2015 in Bonn statt. In dieser Sitzung wird darüber entschieden, ob "Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut" in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen wird.

Zur Präsidentin des Welterbekomitees wurde Professorin Dr. Marie Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, gewählt. Als Vizepräsidenten wurden Vertreter der Länder Senegal, Indien, Jamaika, Katar und Kroatien gewählt. Zur Berichterstatterin wurde Naya Kairallah ernannt. Die 21 Mitglieder des Welterbekomitees vertreten 21 Staaten, die möglichst alle Kontinente und Kulturkreise repräsentieren sollen. Bei der Wahl für die Periode 2013 bis 2017 wurden zwölf Sitze im Welterbekomitee neu besetzt. Neue Mitglieder für die nächsten vier Jahre sind Finnland, Jamaika, Kasachstan, die Republik Korea, Kroatien, Libanon, Peru, die Philippinen, Polen, Portugal, die Türkei und Vietnam. Bis 2015 sind weiterhin Algerien, Deutschland, Indien, Japan, Katar, Kolumbien, Malaysia, Senegal und Serbien im Welterbekomitee vertreten.

Das Welterbekomitee beschließt in jährlichen Sitzungen über die Aufnahme von Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. In seiner Verantwortung liegt es auch zu prüfen, ob ein in der Liste geführtes Denkmal bedroht oder derart gefährdet ist, dass es den Kriterien der Welterbekonvention nicht mehr entspricht und deshalb auf die "Liste des Welterbes in Gefahr" gesetzt oder aus der Liste gestrichen wird. Eine weitere Aufgabe des Komitees ist es, über Anträge von Staaten auf internationale Unterstützung und über die Verwendung der Mittel des Welterbefonds zu entscheiden.

Bisher haben 190 Staaten das Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt unterzeichnet. Die Generalversammlung der Vertragsstaaten der Welterbekonvention wird alle zwei Jahre im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz in Paris einberufen. Sie wählt die 21 Mitglieder des Welterbekomitees.

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