Unglaubliche Dichte auf engstem Raum

NAUMBURG - Rund 50 Geographielehrer aus ganz Sachsen-Anhalt trafen sich erstmals in Naumburg zu ihren jährlich stattfindenden Geographielehrertagen. Eingeladen hatte die Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt. Deren neuer Vorsitzender Maik Reichel begrüßte die Tagungsteilnehmer. Mit der diesjährigen Themenauswahl "Der Burgenlandkreis im Spannungsfeld zwischen Chemiedreieck und Welterbe" habe man ins Schwarze getroffen, stellte Reichel in seiner Begrüßung fest. Das Thema Welterbe an Saale und Unstrut werde überregional und international ausstrahlen, so Reichel. Zur Thematik Welterbeantrag begrüßte er den "namhaften Bauhistoriker und kompetenten Ansprechpartner" Reinhard Schmitt (Halle).
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Landrat Harri Reiche hob in seinem Referat besonders die Entwicklung des Burgenlandkreises in den vergangenen Jahren hervor. Neben einer vielfältigen Industrielandschaft, die den Einwohnern Tausende Arbeitsplätze biete, habe in den vergangenen Jahren auch der Tourismus an Fahrt aufgenommen, so Reiche. Er verhehlte jedoch nicht, dass das Hochwasser dem Tourismus in diesem Jahr erheblich geschadet hat. Zwischen 30 und 40 Prozent sei die Gästezahl bei den verschiedenen Anbietern und in den Monumenten des Welterbe-Antragsgebietes zurückgegangen. Diese Einbuße werde auch in den nächsten Monaten nicht aufzuholen sein. Alles in allem sei jedoch der Burgenlandkreis gut aufgestellt, so des Landrats Resümee.
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"Welterbe an Saale und Unstrut - das ist das Ziel. Der Titel ,Der Naumburger Dom und hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut` - das ist der Inhalt", erklärte Reinhard Schmitt im Anschluss. Er klärte die Lehrerinnen und Lehrer über den Werdegang des Antrags bis zu dessen Fertigstellung auf. Schmitt, der in der Arbeitsgruppe Welterbe tätig ist, und für den Antrag einen wesentlichen wissenschaftlichen Anteil leistete, erläuterte, dass die Region an Saale und Unstrut "ganz außergewöhnliche Zeugnisse aus dem Hochmittelalter in unglaubliche Dichte auf engstem Raum aufzuweisen hat, wie nirgendwo in der Welt". Und gerade das sei das Besondere. Als einmalig bezeichnete er unter anderem die Krypta in der Klosterkirche Goseck, die nach umfassenden Rückbauarbeiten und Sanierungsmaßnahmen in Kürze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Auf der Tagungsordnung standen unter anderem auch ein Stadtrundgang durch Naumburg und eine Führung durch die Anlage des ehemaligen Zisterzienserklosters Pforte.

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